Skitouren Zillertal: Die besten Routen im Dezember entdecken
Skitouren Zillertal im Dezember: Die besten Routen entdecken
Der Winter im Zillertal startet früh – besonders für Skitourengeher, die die verschneiten Berge jenseits der Piste erkunden möchten. Der Dezember bietet dafür bereits viele Möglichkeiten: von einfachen Südhang-Touren bis hin zu alpinen Klassikern mit Panoramagarantie. Im folgenden Guide findest du konkrete Tourenvorschläge mit detaillierten Infos wie Höhenmeter, Aufstiegszeiten, Schwierigkeit und Sicherheit im Frühwinter. Ob du Einsteiger bist oder nach einer fordernden Gletscherroute suchst – hier ist für jeden die passende Skitour dabei.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Skitouren im Zillertal im Dezember?
- Top Skitouren im Zillertal für Anfänger
- Die besten Skitouren für Fortgeschrittene
- Herausfordernde Routen für Experten
- Ausrüstung und Sicherheit im Dezember
- Vergleich: Welche Tour passt zu dir?
- Fehler vermeiden & Pro-Tipps
- FAQ – Häufige Fragen zu Skitouren im Zillertal im Dezember
- Fazit
Warum Skitouren im Zillertal im Dezember?
Schneelage und Tourenstart
Bereits ab Anfang Dezember sind im Zillertal Touren ab ca. 1.500–1.800 Metern oft gut möglich. Besonders in den Tuxer und Zillertaler Alpen fallen frühzeitig ergiebige Schneefälle, sodass Touren wie auf den Pfaffenbichl (Startpunkt: Hochfügen, 1.470 m) problemlos machbar sind. Wichtig: Die Schneedecke kann in den ersten Wochen noch instabil sein – Stichwort Altschneeproblem. Trotzdem ist der Dezember ein idealer Monat, um erste Skitouren nach der Sommerpause anzugehen – mit Vorsicht und Vorbereitung.
Vorteile der Vorsaison
Im Dezember hält sich der Trubel in Grenzen: Du triffst kaum auf größere Gruppen und genießt meist unverspurte Hänge. Gerade Klassiker wie der Rastkogel oder der Marchkopf sind im Frühwinter noch verhältnismäßig ruhig. Für Trainingszwecke bietet dieser Monat außerdem klare Vorteile: härterer Schnee, oft gute Sichtverhältnisse und ausgezeichnete Bedingungen in Südhängen. Die ruhigere Atmosphäre macht Touren im Zillertal zu dieser Zeit besonders erlebenswert.
Sicherheit im Frühwinter
Das größte Risiko im Dezember ist die Frühwinterschneelage. Oft liegt eine schwache Altschneedeckenschicht als Grundlage für neue Schneefälle – perfekt für Lawinen. Auch Veränderungen im Tagesverlauf (z. B. Temperatursturz oder Wind) können das Risiko spontan erhöhen. Daher gilt: Informiere dich tagesaktuell, nimm vollständige Sicherheitsausrüstung mit (LVS, Sonde, Schaufel) und wähle deinem Können angepasste Touren.
- Frische Schneedecke und unverspurte Hänge
- Geringe Touristenfrequenz
- Gut zugängliche Startpunkte durch Schneesicherheit im Hochgebirge
- Ideale Trainingsbedingungen vor der Hochsaison
Top Skitouren im Zillertal für Anfänger
Pfaffenbichl – Südhangtour mit Frühstart
Eine der beliebtesten Einsteigertouren im Zillertal ist der Pfaffenbichl. Die Tour startet am Parkplatz Hochfügen (ca. 1.470 m) und führt über südseitige Hänge hinauf auf etwa 2.100 m. Dank moderatem Anstieg (600–700 hm) und kurzer Gehzeit (2–2,5 h) eignet sich der Pfaffenbichl ideal als erste Tour im Dezember. Besonders die Südexposition sorgt oft für stabile Verhältnisse und gute Firnbedingungen schon früh in der Saison.
Hüttenkogel – einfache Wintertour ab Schlegeisspeicher
Wen es weiter ins hintere Zillertal zieht, dem ist der Hüttenkogel (2.350 m) zu empfehlen. Die Route beginnt ab Schlegeisspeicher, der im Winter jedoch nicht direkt per Fahrzeug erreichbar ist – ein Zustieg über die Mautstraße ist notwendig. Die Tour bietet mit 650 Höhenmetern bei 2–2,5 Stunden Aufstieg genug Zeit für Konditionsaufbau, ein tolles Panorama auf die untere Zillertaler Gletscherregion inklusive. Trotz etwas Mehraufwand beim Start ist diese Tour ideal für alle, die abseits der Massen eine erste Skitour wagen wollen.
| Tour | Höhenmeter | Dauer | Startpunkt | Lawinensicherheit |
|---|---|---|---|---|
| Pfaffenbichl | 600–700 hm | 2–2,5 h | Hochfügen | hoch |
| Hüttenkogel | 650 hm | 2–2,5 h | Schlegeisspeicher | mittel |
Die besten Skitouren für Fortgeschrittene
Rastkogel – Klassiker für den Dezember
Der Rastkogel (2.762 m) gilt als idealer Skitourenklassiker für Fortgeschrittene. Der Zustieg erfolgt meist über Innerpenken bei Hippach. Der südseitige Aufstieg mit ca. 1.200 Höhenmetern (Aufstiegszeit: 4–5 h) ist oft schon im Dezember gut möglich. Oben erwarten dich freie Hänge mit spektakulärem Blick über die Tuxer Alpen. Wer früh startet, profitiert von stabilen Bedingungen und ruhiger Routenführung.
Gilfert oder Marchkopf – Variantenvielfalt im Tuxer Alpenraum
Sowohl der Gilfert (2.506 m) als auch der Marchkopf (2.499 m) locken mit abwechslungsreichem Gelände und unterschiedlichen Zustiegsoptionen. Der Gilfert startet entweder von Weerberg oder Hochfügen und bringt rund 1.200–1.300 hm mit sich. Der Marchkopf (Startpunkt: Hochfügen) ist mit ca. 1.000 hm etwas kürzer. Beide Touren bieten weitläufige Mulden und flachere Hänge mit sehr guter Abfahrtsqualität – perfekt für konditionsstarke Skitourengeher.
Wanglspitze & Kreuzjoch – im Skigebietsbereich mit Vorteilen bei Aufstieg
Die Wanglspitze (2.420 m) und das Kreuzjoch (2.558 m) starten in der Nähe der Skigebiete Tux–Vorderlanersbach bzw. Finkenberg. Hier verbinden sich gute Erreichbarkeit mit offener Tourengeländeführung. Bei geringer Schneelage im Tal sind dies perfekte Optionen, um trotzdem in Skitourengenuss zu kommen. Mit 1.000–1.200 hm und je ca. 3,5–4,5 Stunden Aufstieg bieten beide Touren sportliche Anforderungen bei stabiler Routenführung.
| Tour | Höhenmeter | Dauer | Startpunkt | Frequentierung | Saisonbeginn |
|---|---|---|---|---|---|
| Rastkogel | 1.200 hm | 4–5 h | Hippach – Innerpenken | mittel | Dezember |
| Gilfert | 1.200–1.300 hm | 4–5 h | Weerberg/Hochfügen | hoch | Dezember |
| Marchkopf | 1.000 hm | 3–4 h | Hochfügen | hoch | Dezember |
| Torhelm | 1.100–1.300 hm | 4–5 h | Stilluptal | niedrig | Dezember |
| Wanglspitze | 1.000–1.100 hm | 3–4 h | Vorderlanersbach | mittel | Dezember |
| Kreuzjoch | 1.000–1.200 hm | 3,5–4,5 h | Finkenberg | gering | Dezember |
Herausfordernde Routen für Experten
Ahornspitze – Zillertaler Klassiker mit 1500 hm
Die fast 3.000 Meter hohe Ahornspitze ist eine der spektakulärsten Skitouren im Tal. Vom Startpunkt Ginzling aus geht es über 1.500 Höhenmeter bei 6–7 Stunden Aufstieg auf einen der schönsten Aussichtsberge der Region. Der lange Zustieg macht Kondition und Erfahrung notwendig. Bei guten Bedingungen im Dezember lohnt sich die frühe Besteigung mit freiem Blick über den Alpenhauptkamm.
Wilde Krimmlerin – hochalpine Gletschernähe
Auf über 3.000 Höhenmetern bewegt man sich auf der Wilden Krimmlerin – einer echten Expertentour ab Krimml (über Wildgerlostal) mit Gletscherkontakt. 1.550 hm, 6–7 h Aufstieg, anspruchsvolles Gelände – hier ist alpine Erfahrung, Seiltechnik und höchste Lawinensensibilität gefragt. Eine frühe Startzeit, stabile Bedingungen und perfekte Navigation sind Pflicht, um diese hochalpine Unternehmung sicher zu genießen.
- Nur bei stabilem Wetter und Lawinensituation
- Gletscherkontakt erfordert Seil und Kenntnisse
- Frühe Tourenplanung und Zeitpuffer einplanen
Ausrüstung und Sicherheit im Dezember
Pflichtausrüstung im Frühwinter
Der Dezember erfordert eine vollständige Notfall- und Sicherheitsausrüstung. Gerade Harscheisen gehören früh zur Standardausstattung – harter Schnee oder vereiste Passagen sind typisch. Auch Biwaksack und Erste-Hilfe-Set sollten auf keiner Tour fehlen. Warme Handschuhe und isolierende Kleidung dürfen ebenfalls nicht fehlen.
- Tourenski & Felle
- Harscheisen
- LVS, Schaufel, Sonde
- Erste-Hilfe-Set + Biwaksack
- Wetterschutz, warmes Backup
- Gletscherbrille, Sonnencreme
Sicherheitstipps im Überblick
- Aktuelle Lawinenlage prüfen
- Nie allein gehen
- Altschnee im Dezember beachten
- Nur bei sicherer Wetterlage starten
- Regelmäßiges Training mit LVS-Gerät
