Winterwanderungen Allgäu: Die besten Routen entdecken
Winterwanderungen im Allgäu: Die besten Routen entdecken
Wenn die ersten Schneeflocken die Allgäuer Landschaft bedecken, verwandelt sich die Region in ein Winterparadies für Wanderfreunde. Winterwanderungen im Allgäu sind mehr als nur eine Alternative zum Skifahren: Sie führen dich durch verschneite Wälder, zu stillen Seen und auf aussichtsreiche Höhenwege mit Einkehr auf gemütlichen Hütten. Ob du lieber einen leichten Spaziergang zur Alpe Oberdorf machst oder dich auf die anspruchsvolle Tour zum Grünten wagst – hier findest du Inspiration für dein nächstes Winterabenteuer. In diesem Artikel zeigen wir dir zielgerichtet die besten Winterwanderungen im Allgäu, inklusive Tipps zu Sicherheit, Ausrüstung und Tourenplanung.
- Einführung: Warum Winterwandern im Allgäu?
- Winterwanderungen für Einsteiger
- Winterrouten für Fortgeschrittene
- Schneeschuhwandern im Allgäu
- Ausrüstung & Sicherheit beim Winterwandern
- Vergleich: Die besten Winterwanderungen im Allgäu im Überblick
- Fehler vermeiden & Pro-Tipps
- FAQ: Häufige Fragen zum Winterwandern im Allgäu
- Fazit
Einführung: Warum Winterwandern im Allgäu?
Magie der Allgäuer Winterlandschaft
Die Allgäuer Alpen zählen zu den schönsten Regionen Deutschlands – erst recht im Winter. Der Schnee dämpft jedes Geräusch, die Gipfel glitzern in der Morgensonne und viele Wanderwege sind eigens für den Winter präpariert. Ob du durch das verschneite Gunzesriedtal wanderst oder über den Tegelberg-Panoramaweg blickst – Winterwandern im Allgäu bedeutet Ruhe, Entschleunigung und Naturerlebnis pur.
Vorteile gegenüber anderen Wintersportarten
Im Vergleich zum Skifahren oder Snowboarden benötigst du für winterliche Wandertouren weniger Ausrüstung, kannst flexibler planen und brauchst keine Liftkarte. Zudem sind Winterwanderungen deutlich gelenkschonender und eignen sich für alle Altersklassen. Besonders beliebt sind Rundwege, die auch Einkehr und Rodelmöglichkeiten kombinieren – ideal für Genusswanderer und Familien.
Beste Reisezeit für Winterwanderer
Die beste Zeit zum Winterwandern im Allgäu liegt zwischen Dezember und März. Besonders stabile Schneeverhältnisse und herrliche Lichtverhältnisse findest du meist von Mitte Januar bis Ende Februar – die ideale Zeit für eine Auszeit im winterlichen Allgäu.
- Gründe für Winterwandern im Allgäu:
- Gut ausgeschilderte Winterwanderwege
- Beeindruckende Aussichten auf Alpenpanorama
- Gemütliche Einkehrmöglichkeiten
- Vielfältige Touren für jedes Fitnesslevel
Winterwanderungen für Einsteiger
Leichte Touren: Perfekt für den Einstieg
Du suchst nach gemütlichen Winterwanderrouten im Allgäu, die ohne spezielle Ausrüstung auskommen? Dann sind folgende Touren ideal:
Winterwanderung zur Alpe Oberdorf
Startpunkt: Gunzesried (Parkplatz Säge)
Höhenmeter: ca. 150 m
Dauer: 1,5 Stunden hin und zurück
Schwierigkeit: leicht
Die sonnige Route führt dich über einen gewalzten Weg durch das Gunzesrieder Tal bis zur gemütlichen Alpe Oberdorf – perfekt für einen Winterspaziergang mit Hütteneinkehr. Dank der südseitigen Ausrichtung ist der Weg oft auch bei Neuschnee gut begehbar.
Winterwanderung zur Buchenberg Alm
Startpunkt: Buching (Talstation Buchenbergbahn)
Höhenmeter: ca. 200 m
Dauer: ca. 2 Stunden hin und zurück
Schwierigkeit: leicht
Ein Highlight im Ostallgäu: Vom Parkplatz geht's über den Winterweg zur Buchenberg Alm. Oben erwartet dich eine gemütliche Einkehr mit Blick auf Schloss Neuschwanstein. Wer mag, kann für den Rückweg eine Rodel leihen – ideal mit Kindern.
Winterwanderung zum Schwarzenberger Weiher
Startpunkt: Oberstaufen, Weißach
Höhenmeter: ca. 100 m
Dauer: 1,5 – 2 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Ein echter Geheimtipp im Westallgäu: Diese rund 6 km lange Tour bringt dich auf einem präparierten, familienfreundlichen Winterweg zum traumhaft gelegenen Schwarzenberger Weiher. Hier erwartet dich Naturidylle pur – fernab vom Trubel.
Hörnle Schwebebahn Rundweg
Startpunkt: Bad Kohlgrub
Höhenmeter: 100–200 m
Dauer: ca. 2 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Dieser beschilderte Rundweg führt zur Hörnlehütte, wo dich herrliche Aussichten auf das Ammertal und das Allgäu erwarten. Die Seilbahn kann (je nach Betriebszeit) für den Auf- oder Abstieg genutzt werden – praktisch bei Knieproblemen oder Schneeunsicherheit.
Besondere Highlights für Genusswanderer
Wer Wert auf Einkehr legt, ist sowohl bei der Buchenberg Alm als auch der Alpe Oberdorf bestens aufgehoben. Beide Almen sind im Winter an vielen Tagen geöffnet und bieten warme Speisen, Getränke und Panoramablicke.
Praxis-Tipps für sichere Einstiegswanderungen:
- Tour früh starten – an kurzen Tagen kann es schnell dämmern.
- Gutes Schuhwerk mit Profilsohle ist Pflicht – auch bei leichten Touren.
- Thermoskanne mit Tee sorgt für Wärme und Motivation unterwegs.
| Tour | Startpunkt | Dauer | Höhenmeter | Einkehrmöglichkeit | Rodelmöglichkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Alpe Oberdorf | Gunzesried | 1,5 Std. | 150 m | ✓ | – |
| Buchenberg Alm | Buching | 2 Std. | 200 m | ✓ | ✓ |
| Schwarzenberger Weiher | Oberstaufen | 1,5–2 Std. | 100 m | – | – |
| Hörnle Rundweg | Bad Kohlgrub | 2 Std. | 100–200 m | ✓ (Hörnlehütte) | – |
Winterrouten für Fortgeschrittene
Etwas mehr Herausforderung: Mittel-schwere Touren
Winterwanderung auf das Imberger Horn
Startpunkt: Bad Hindelang (Talstation Hornbahn)
Höhenmeter: ca. 400 m
Dauer: 3 Stunden gesamt
Schwierigkeit: mittel
Von der Talstation führt der Winterwanderweg stetig bergauf zum Gipfel des Imberger Horns – mit gigantischem Zugspitzblick. Der Rückweg kann über die Bahn abgekürzt werden. Wanderstöcke empfohlen!
Gaisalpe über Gaisalpweg (Oberstdorf)
Startpunkt: Reichenbach bei Oberstdorf
Höhenmeter: ca. 350 m
Dauer: ca. 3 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Die Route führt durch Wald und erste alpine Passagen zur urigen Gaisalpe. Bei klarer Sicht wartet ein beeindruckender Blick aufs Rubihorn. Trotz winterlichem Anstieg ist sie mit entsprechender Ausrüstung gut machbar.
Panoramaweg am Tegelberg
Startpunkt: Talstation Tegelbergbahn (Schwangau)
Höhenmeter: ca. 300 m
Dauer: ca. 2,5 – 3 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Ein echter Ostallgäu-Klassiker: Der breite Panoramaweg schlängelt sich über sonnige Hänge mit spektakulärem Blick auf Schloss Neuschwanstein. Achtung bei Schneelage – festes Schuhwerk mit Grödel empfohlen.
Winterwanderung zur Falkenhütte (Ofterschwang)
Startpunkt: Sigiswang bei Ofterschwang
Höhenmeter: ca. 300 m
Dauer: 2,5 Stunden
Schwierigkeit: leicht-mittel
Kurz, gemütlich und mit Hüttenzauber: Die Falkenhütte lohnt sich auch im Winter. Vom Ausgangspunkt bei Ofterschwang geht es über verschneite Wiesen und Wälder mit schönem Illertalblick hinauf zur Hütte.
- Typische Merkmale dieser Touren:
- Teilweise steilere Passagen
- Mehr Höhenmeter (300–400 m)
- Längere Gehzeiten über 2 Stunden
- Gute Vorbereitung erforderlich
Schneeschuhwandern im Allgäu
Was unterscheidet Schneeschuhwandern von normalen Touren?
Im Unterschied zu normalen Winterwanderungen bist du beim Schneeschuhwandern abseits präparierter Wege unterwegs. Du genießt unberührte Natur, solltest jedoch Erfahrung im Gelände und mit Lawinensituationen mitbringen.
Schneeschuhrunde Sonnenkopf – Spicherhalde
Startpunkt: Fischen/Debringhausen
Höhenmeter: 400–500 m
Dauer: 3–4 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Diese Runde gehört zu den besten Schneeschuhwanderungen im Allgäu. Von Fischen aus steigst du über freie Hänge und durch ruhige Wälder auf den Sonnenkopf – ein herrlicher Aussichtspunkt.
Winterwanderung am Grünten (bis Grüntenhütte)
Startpunkt: Kranzegg oder Rettenberg
Höhenmeter: 600–700 m
Dauer: 4–5 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Der „Wächter des Allgäus“ ist im Winter mit Schneeschuhen ein Erlebnis – aber nur für erfahrene Geher mit kompletter Wintersicherheitsausrüstung. Belohnt wirst du mit einem atemberaubenden Rundumblick.
Geeignete Routen & Schneeschuh-Tipps
- Plane immer mit GPS-Track und Karte
- Respektiere Wildschutz- und Bannzonen
- Keine Schneeschuhwanderung ohne funktionierende Lawinenlage-App
- Schneeschuhwandern – Das brauchst du:
- Schneeschuhe + passende Stöcke
- Gamaschen
- GPS-Track oder Karte & Kompass
- Erfahrung in Gelände- und Lawineneinschätzung
